Tipps: Sicher im Internet surfen

Schadsoftware kann jeden treffen. Das ist nicht erst seit der bislang größten weltweiten Cyberattacke “WannaCry” bekannt. Die digitale Selbstverteidigung ist das A und O für jeden, der im Internet surft.

Sicher im Internet Surfen

Es bedarf keiner Hexerei um sicher im Internet surfen zu können. Oftmals können mit einfachen Methoden schon Daten geschützt werden bzw. sicher gestellt werden. Dazu gehören in erster Linie Sicherheitskopien, eine leistungsstarke Antivirensoftware und regelmäßige Aktualisierungen des Systems. Da mobile Endgeräte wie Smartphone und Tablet immer öfters zum Surfen im Netz eingesetzt werden, sollten die Tipps unbedingt auch auf den Geräten befolgt werden.

Sicherheitskopien der Daten anfertigen

Wichtige Daten sollten immer wenigstens auf einem zweiten externen Speichermedium abgelegt werden, denn wer sicher im Internet surfen will sollte auch immer mit Backups arbeiten. Damit sind sie einfach und zuverlässig geschützt. Das erledigt eine gute Backup Software automatisch nach Bedarf oder im Idealfall automatisiert im Hintergrund. Für kleine Datenmengen reicht als Speichort der Sicherheitskopien ein USB-Stick bereits aus. Wer eine Vielzahl an

  • Fotos (jpg, png, bmp, ..),
  • Musik (mp3, AAC, WMA, ..),
  • Videos (mpg, avi, mp4, mov, ..)
  • oder anderen großen Dokumenten (rar, pdf, psd, ..)

sichern will, benötigt eine externe Festplatte. 

Sicherheitskopien in der Cloud

Ein Cloud-Speicher kann ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung darstellen. Von jedem Ort aus ist der Zugriff auf die Daten sicher gestellt, somit auch auf Reisen. Mittlerweile gibt es diverse Anbieter mit kostenlosem Cloud-Speicher  mit mehreren Gygabyte. Ich persönlich nutze neben meiner Dropbox jetzt auch die Amazon Cloud, die man kostenlos für 3 Monate testen kann – ansonsten 70 Euro im Jahr. Dort speichere ich automatisch meine Fotos und Videos vom Handy, sowie jegliche anderen Dateien. Brisante Dateien, wie die Kopie von meinem Ausweis, speichere ich hingegen nur in der

eigenen Cloud (Externe Festplatte an der Fritzbox).

Selbstverständlich sollte in der Cloud ein besonders sicheres Passwort  gewählt werden, um den unbefugten Zugriff Dritter zu vermeiden. Egal, für welche Methode man sich entscheidet. Hin und wieder sollte gecheckt werden, ob die Datensicherung wie gewünscht funktionstüchtig ist. Daten auf Speichermedien wie der CD, DVD oder Magnetbändern sind nicht für immer fehlerfrei gespeichert. Welches Speichermedium das Beste ist, kannst du in diesem Video vom Bayerischer Rundfunk sehen.

Installiere einen Virenscanner

Eine aktuelle Antiviren- und Firewall Software ist jedem Nutzer dringend zu empfehlen. Die Programme durchleuchten verdächtige Datenpakete und werden schnell aktualisiert, wenn neue Würmer und Trojaner in Umlauf kommen. Der Rechner wird dauernd gescannt und der Nutzer vor drohenden Gefahren gewarnt. Es gibt eine breite Auswahl von Anbietern am Markt und die Kosten für die Software sind relativ gering. Hier nutze ich ebenfalls ein top bewertetes Produkt von Bitdefender, das aktuell für 1 Jahr kostenlos in der Vollversion genutzt werden kann.
Einen kleinen Nachteil bringen einige der Programme allerdings mit sich: sie verlangsamen die Leistung des Rechners mal mehr – mal weniger.

Systempflege betreiben

Das Betriebssystem sollte immer die aktuellsten Updates haben. Diese sogenannten “Patches” kosten in der Regel nichts extra und laufen automatisch im Hintergrund ab. Die Gefahr von Cyberangriffen wird mit einem aktuellen System verringert, denn erkannte Sicherheitslücken werden geschlossen. Sobald Updates verfügbar sind, sollten diese eingespielt werden. Dagegen sind alte Varianten von Windows, wie zum XP von Schadsoftware stark betroffen. Diese werden von Microsoft nicht mehr laufend unterstützt und aktualisiert. Am besten dann auf eine aktuellere Version wechseln – Windows 10 gab es z.B. völlig kostenlos.

Vor dem Klick erst prüfen

Du bist der Meinung, dass du sicher im Internet surfst? Trotz der vielen verschiedenen Sicherheitsvorkehrungen, schaffen es Phishing-Mails immer wieder sich ihren Weg ins elektronische Postfach zu bahnen. Selbst Emailkonten von großen Firmen sind davor nicht gefeit. Sie täuschen vor von großen und bekannten Anbietern wie Amazon, Paypal oder der Hausbank als Absender zu stammen. Manche sehen auf den ersten Blick täuschend echt aus. Dabei wollen die kriminellen Absender nur eines: unter einem Vorwand persönliche Daten abgreifen. Wichtig an der Stelle ist, verdächtige Emails genau zu prüfen. Die genannten Firmen fordern niemals per Email Zugangsdaten ab. Zudem enthalten selbst gut aufgebaute Phishing-Mails oft verräterische Spuren. Zum Beispiel:

  • Die Absender-Email ist nicht stimmig oder komisch aufgebaut
  • Merkwürdige Schreibfehler oder Umlaute sind ausgeschrieben
  • Schnelles Handeln wird mit Druck-Wörtern gefordert
  • Daten werden angefordert, die das Unternehmen schon haben sollte

Besteht nur der Hauch eines Zweifels, sollte am besten die telefonische Hotline des Unternehmens kontaktiert werden. Die betroffenen Firmen sind dankbar für Hinweise und können auf der Basis ihre Sicherheitsstandards weiter verbessern.

Casinos haben die modernsten Sicherheitstechnologien

Nicht nur Privatpersonen und Banken sind in Hinsicht auf Cyberangriffe beliebte Ziele. Casinos fallen Profi Hackern immer öfter in die Fangarme, doch die Casinos weltweit haben aufgerüstet und bieten mittlerweile höchste Sicherheitsstandards, die von Banken und Regierungen ebenfalls eingesetzt werden. Ein bestes Beispiel ist die Software Non-Obvious Relationship Awareness – kurz NORA. Durch diese Sicherheitssoftware versucht man Sicherheitsbedrohungen noch besser entgegenzutreten.

Jeder zweite Diebstahl im Casino wurde durch oder mit Hilfe eines Mitarbeiters durchgeführt. So berichtet der 888 Casino Blog im Artikel über die Sicherheit in Casinos, dass die Hintergrundprüfung der Mitarbeiter zur Tagesordnung gehört.

Auf fremden PCs im Privatmodus surfen

Inkognitomodus von Chrome

Häufig kommt es vor, dass man auf einem fremden PC kurz seine Emails checken will oder den Kontostand im Onlinebanking abruft. Dennoch kann man sicher im Internet surfen, gerade wenn eine Webseite besucht wird, bei der Geld eine Rolle spielt, sollte man äußerst vorsichtig sein. Dazu gehören neben der Bank auch eBay und Amazon. Damit nicht später andere auf deine Kosten surfen, Güter im Internet bestellen oder dubiose Geschäfte abschließen – immer den Privatmodus im Browser aktivieren:

Firefox, Internet Explorer & Chrome ->  [Strg] + [Umschalttaste] + [P]

Der Browser kann danach wie gewohnt genutzt werden. Der Vorteil der Funktion ist, dass der Browser nach Schließung des Fensters alle besuchten Seiten, Cookies etc. vergisst.

Führe Downloads nur von sicheren Quellen im Internet aus

Ein ganz wichtiger Punkt ist nach wie vor: Downloade nichts, dessen Herkunft dir nicht bekannt ist. Wenn du eine bestimmte Software benötigst, stelle sicher, dass diese von einer vertrauenswürdigen Seite stammt. Insbesondere dann, wenn es sich um kostenlose Programme aus dem Netz handelt – dann ist das Risiko relativ groß, dass sich darin Viren oder Trojaner befinden. Durch eine Installation auf den PC gelangen diese Schadprogramme dann unbemerkt in dein System und können dort im schlimmsten Fall private Informationen auslesen. Vermeiden lässt sich dies nur, wenn du Downloads von seriösen Quellen ausführst.

Am Ende ist das schwächste Glied in der Sicherheits-Kette immer der Mensch, der zu leichtsinnig Dateien öffnet, gefährliche Webseiten aufruft oder schadhafte Programme aus unsicheren Quellen installiert.

 

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