Der Pinterest Hype – Internetfundstücke teilen, liken und kommentieren – was bringt mir das?

Was ist Pinterest? Pinterest ist ein weiterer Social Media Dienst im Netz, der es einem ermöglicht, interessante Internetfundstücke, öffentlich oder privat auf eine digitalen Pinnwand zu heften

Rundes Pinterest Logo

Pinterest Hype

Pinterest Hype

Pinterest wurde 2011 in Palo Alto, Kalifornien gegründet und befindet sich noch in der offenen Betaphase. Der Social Media Dienst ist dennoch jetzt schon ein wahrer Riese. Das beweisen die beachtlichen Besucherzahlen in der letzen Monate. In der Weltrangliste der meistbesuchten Webseiten ist Pinterest zurzeit auf Platz 97 gerutscht. In den USA so gar auf Platz 16. Eine weitere Auszeichnung ist die Aufnahme unter den Top 50 Webseiten des TIME Magazine (2011). Nun packt das “Pin-Fieber” auch die Europäer.

 

Was ist Pinterest?

Pinterest ist ein Online Dienst um Fundstücke (z.B. beim Online Shopping) wie Bilder, Grafiken und Videos aus dem Web auf einer digitalen Pinnwand (Pinboard) zu pinnen (pin). Die gesammelten Werke können wie bei Tumblr oder fffound re-pinned werden und so eine größere Bekanntheit erreichen. Über verschiedene Pinboards lassen sich so neue Fundstücke bestens kategorisieren. Dies ist öffentlich oder privat möglich. Ebenfalls sind Gruppen Pinboards für Freunde, Familien oder Interessengemeinschaften möglich. Das übliche Sharen über Facebook, Twitter und Co und das Verschlagworten der Fundstücke darf natürlich auch nicht fehlen. Neben Facebook, Twitter, Google+, Xing , Tumblr und Co, können wir uns jetzt also auch noch den Schlaf mit Pinterest verkürzen. Doch was macht Pinterest so besonders? Zu allererst: Es wird dem User immer einfacher gemacht, seine Internetfundstücke an einem zentralen Ort zu speichern und mit Freunden und Bekannten zu teilen. Zum anderen konzentriert man sich bei Pinterest auf das Wesentliche, auf die visuellen Fundstücke der User. Was kann man schneller, einfacher und multilingualer vermitteln als Bilder?! Es spielt daher auch keine Rolle, dass Pinterest zurzeit nur in englischer Sprache angeboten wird. Zumal es auch schon einen deutschen Klon von Pinterest mit dem Namen Pinspire gibt. Pinterest.com gibt sich jede Mühe so einfach und klar gestrickt zu sein, wie es nur möglich ist. Alles ist klar strukturiert, sauber und ohne jegliches Flimmern und Flackern. Werbeeinblendungen sind ebenfalls (noch) nicht zu finden.

Einfaches “Pinnen”

Durch eine Pinterest-Erweiterung (Skript) für den Browser, ist das “Liken” der liebgewonnen Fundstücke im Internet ein Kinderspiel. Hat man etwa ein hübsches Bild oder ein cooles Video im Web gesichtet, bedarf es nur ein Klick auf den Pin-Button und schon ist es an die eigene Pinnwand geheftet. Im Gegensatz zu allen anderen Social Diensten, kann bei Pinterest das gepinnte Bild in Boards (Sammelalben) gesammelt werden. Auf diese Art und Weise kann man sich seine Ausgehgarderobe, die schmackhaftesten Gourmet Menüs oder die Lieblingsplattencover zusammenstellen.   Gentlemint Screenshot Pinterest Screenshot  

Überwiegend Frauen

Der Pinterest Blog ist eindeutig von weiblichen Usern im Alter von 18 bis 34 Jahren besiedelt, was die Anzahl an geposteten Themenschwerpunkten wie Hochzeit, Mode, Kosmetik und Einrichtungsgegenstände zeigt. Wenn auch gleich das Verhältnis von ca. 75% Frauen zu 25% Männern besteht, finden die Herren der Schöpfung immer häufiger Gefallen am “Pinnen”. Wenn man(n) aber nun gar nichts mit Pancakes, Hochzeitkleider, Mascara und Glitzergardinen anfangen kann, so wird man sich auf Gentlemint.com, dem männlichen Pendant zu Pinterest.com, wohler fühlen. Hier erwartet die Männer unter anderem Bilder, Grafiken und Videos zu rohes Fleisch, MacGyver Survival Tools, Tuning Cars und Playmates.  

Urheberverletzung

Ein weiterer spannender Punkt in Verbindung mit Diensten wie Pinterest & Gentlemint sind die Urheberrechte. Werden Bilder einer Webseite gepinnt, somit auf pinterest.com und Co verlinkt, ist vor dem Einbinden immer eine Erlaubnis des Urhebers erforderlich. Dies wird jedoch in 99,9 % der Fälle nicht geschehen. Werden die Bilder zum Beispiel nicht direkt als eine Kopie eingebunden (Bild wird auf dem eigenen Server gespeichert), sondern nur als Hot-Link (Das Bild liegt auf dem Server vom Urheber, es wird nur ein Link gesetzt), sieht die Geschichte noch einmal anders aus. Hier erhältst du weitere Informationen zu den rechtlichen Grenzen von Pinterest. Fototauschseiten wie Flickr.com haben schon für diese Fälle Gegenmaßnahmen getroffen. Pinterest wird von Flickr nun an teils geblockt. Auf diesem Wege können nur noch Bilder gepinnt werden, die von Flickr-Usern auch zum freien Verlinken freigegeben sind.[wp_campaign_2]  

Pinterest für Firmen

Es ist allgemein bekannt, dass User eher dazu neigen mehr Geld in einem Shop auszugeben, die über einen Social Media Empfehlungslink gekommen sind, als diejenigen die z.B. von einem Email Newsletter gekommen sind. Pinterest hatte im vergangenen September 1,6 Millionen unterschiedliche Besucher. Im Dezember waren es schon 7 Millionen unterschiedliche Besucher, die insgesamt mehr Besucher auf Produktseiten und Blogs lenken als YouTube, Google+ und LinkedIn zusammen. Doch wie können sich Firmen etwas von diesem Kuchen abschneiden? Im Gegensatz zu anderen Diensten, ist bei Pinterest jeder Pin nachvollziehbar. Das heißt, dass potentielle Interessenten, insbesondere bei Produktbildern, über den vorhandenen Link immer zur Quelle, also zum Shop, zurück gelangen. Jedoch gilt auch auf dieser Plattform: nicht übertreiben! Ein unauffälliges Verhältnis von Produktbildern und non-Produktbildern sollte sich auf dem virtuellen Pinnbrett befinden. Immer wieder gern gesehen sind nach Themen ausgerichtete Pinboards. Ein Pinboard mit Pins von nur einer Farbe oder aus einer Epoche oder einem Reiseland. Welche deutschen Unternehmen die ersten Schritte auf Pinterest versuchen, erfährst du im Artikel “20 Beispiele für deutsche Pinterest-Unternehmen” bei den Webathleten  

FAZIT

Pinterest ist ein all-in-one-Mix aus FFFound, Tumblr, StumbleUpon und Facebook, mit einer grafisch ansprechenden Oberfläche, die Laune macht. Dies könnte evtl. die Akzeptanz von Werbefinanzierten Web2.0 Angeboten sein, die dem Verkäufer was bringen und dem User so gar noch Spaß machen. Letztendlich sind die bunten Pinnwände ideal um Dinge im Web nicht aus den Augen zu verlieren. Ebenfalls lassen sich auf einen Blick Denkanstöße und Ideen für das nächste kreative Projekt sammeln.

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17 Responses

  1. Svenny says:

    Ich gebe dem Hype nur 1, 2 Jahre… dann erscheint ein neuer Stern am Himmel!

  2. Anton says:

    Irgendwie versteh ich nicht wozu man da nochmal ein eigenes Social Netzwerk aufbauen muss.

    Bei Tumblr geht das schon seit Jahren, auch über einen Bookmarket oder sogar noch schneller per Browser Plugin. Dort kann man wenn man möchte sogar zwischen durch eine kleine Text, Video, Link setzen.

  3. Vanderelbe says:

    Hi Anton,
    danke für deinen Kommentar!

    Ich schätze, Pinterest hat den Vorteil, dass alles stimmiger ausschaut. Ein einheitliches Design, direkte Marketing/Verkaufs- Möglichkeiten für Unternehmen, und den direkten Auslegungsstart als eine Plattform für Kaufanregungen katapultiert diesen Social Media Dienst in ungeahnte Höhen.

  4. jutta says:

    Hallo, danke für den Beitrag. Nun weiß ich endlich, was Pinterest ist und wie es sich unterscheidet.
    Ich nehme die Einladung gerne an. Bzw. lass mich gerne einladen. Danke.
    Herzlichen Gruße von Jutta Müller

  5. Inga says:

    Hallo, danke für deinen Beitrag! Ich nehme die Einladung auch sehr gerne an! Danke im voraus :)

  6. tkatchik says:

    Hi! Virtueller Spätzünder auf der Suche nach einer Einladung. Hilfe! :)
    Danke!
    Grüße
    tkatchik

    • Vanderelbe says:

      Hi Spätzünder tkatchik,
      die Einladung sollte gerade bei dir eingetroffen sein.
      Viel Spaß! :)

      • tkatchik says:

        Hi! Japp, danke, ist grad rein. Kann mich trotzdem nicht anmelden, irgendwie bleibts bei mir immer an der gleichen Stelle hängen. Es mag mich wohl net :) aber wie gesagt, auf jeden Fall danke, like sobald ich drin bin! LG

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