Welchen Webhoster für WordPress

Wer ein eigenes WordPress Blog betreiben möchte, der braucht eine Domain und Webspace um die Inhalte im Netz zu speichern – am besten, alles aus einer Hand. Nun habe ich selbst einige Blogs bei verschiedenen Anbietern, und alle haben ihre Vor- und Nachteile, dennoch kann ich ein paar Empfehlungen und Tipps aussprechen.

Welchen Webhoster für WordPress würde ich also empfehlen?

Welchen Webhoster für WordPress

Wenn Bloganfänger mich ansprechen und fragen wie ich denn angefangen habe, oder was ich den empfehlen kann, antworte ich immer: „kommt drauf an“. Anfänger und Neueinsteiger wollen jedoch erst einmal mit einem günstigen Paket anfangen – Hauptsache, es läuft und man macht kein Fehlkauf. Dies ist mit den ganz einfachen Paketen von Hosteurope, 1&1, Strato, und wie sie nicht alle heißen auch problemlos möglich. Diese Pakete beinhaltet alles was der WordPress Blogger zum Starten braucht.

1-Klick-Installationen

Die großen Anbieter bieten alle diese sogenannten 1-Klick-Installationen für WordPress an. Dies vereinfacht den Installationsprozess des eigenen Blogs enorm. Man braucht somit nur sein Passwort festlegen, einen Titel und Beschreibung eintragen, und schon läuft der ganze komplizierte Kram mit der Datenbankeinrichtung im Hintergrund automatisch ab. Es kann sofort losgelegt werden.

1-Euro-Aktionen

Jeder kennt diese 1-Euro-Aktionen, manchmal auch mit 0 € beworben. Sie dienen ideal um den Einstieg ins Blogging zu machen. Genau so fing ich damals auch an. Ich erhielt einen Gutschein für das Starterpaket in meinem Briefkasten – heute bekommt man solche Strato-Gutscheine von Amazon zugeschickt oder zum Beispiel auch digital auf Seiten wie sparwelt.de.

Die Ermäßigung beläuft sich meistens auf ein 6-12 Monaten, danach folgt eine kleine Summe monatlich. Wer sein Angebot im ersten Jahr aber gut genutzt hat, weiß ob es ihm anschließend es wert ist es weiter zu betreiben. Diese Angebote reichen aus um sein Blog (oder auch als vollwertige Website) über mehrere Jahre laufen zu lassen, ohne dass man das Angebot aufstocken muss.

Reichen 500 MB Webspace?

Webspace ist nichts anderes als eine Festplatte bei deinem Hoster, der ans Netz angeschlossen ist. Dort speicherst du all deine Texte, Bilder, Videos, mp3s, usw. ab. Möchtest du ein einfaches Blog mit Texte, Bilder und Videos von YouTube veröffentlichen, reichen 500 MB für die Testphase und darüber hinaus dicke aus.

Lieber 5 GB Webspace solltest du dir sichern, wenn du eigene Videos und hochauflösende Bilder für dein Modeblog oder deiner Fotografieseite nutzen möchtest. Der Speicherbedarf hängt also von deinem Vorhaben ab und in welcher Qualität du deine Bilder präsentieren möchtest. Texte hingegen kannst du „ohne Ende“ hochladen, da wirst du eher an deine Schreibgrenze kommen anstatt an die Speicher-Grenze ;)

Webhoster für WordPress mit mehr Anspruch

Selbst wenn es dein erstes Blog sein wird, du weißt genau was du haben möchtest und wohin es gehen soll? Vermutlich möchtest du eine Geschäftsidee in Zukunft sichern, da macht es dann auch Sinn sich gleich mehrere Domains mit den gängigen Domainendungen wie .de, .com, .net, .org, usw. zu sichern. Dein Vorhaben ist groß, die Idee gut? Dann läuft alles darauf hinaus ein anständiges Webhoster-Paket zu buchen, was dementsprechend auch mehr kostet wird als das Starterpaket.

Meine Empfehlung ist jetzt:

  • vergleiche die Angebote im Netz in Hinblick auf laufende Kosten im 3 Jahres-Vergleich (So werden Einrichtungsgebühren und Freimonate auf eine längere Laufzeit besser vergleichbar gemacht).
  • Die Inklusivdomains (mit deinen gewünschten Domainendungen) sind ausreichend oder preislich bei der späteren Aufstockung akzeptabel?
  • Webspace reicht dir aus oder ist ebenfalls aufstockbar und preislich ok?
  • MySQL Datenbanken sind genügend verfügbar?
  • PHP wird mit eines der neueren Versionen unterstützt? (Aktuelle Version auf de.wikipedia.org/wiki/PHP nachzulesen)
  • Traffic, also wie viele Besucherzugriffe deine Seite verkraftet (bzw. Daten heruntergeladen werden) ist heutzutage eigentlich unbegrenzt, dennoch drauf achten. Wenn du mal an die Servergrenzen stößt wirst du genug potential und Einnahmen haben, dass du kostspieligere Hostingpakete auswählen kannst.
  • E-Mail Paket entspricht den eigenen Vorstellungen – wobei man auf den Speicher und die Verschlüsselung schauen sollte, und nicht auf die Anzahl der möglichen Emailadressen
  • PHP-Memory-Limit, der sogenannte Arbeitsspeicher kann gerade bei Starterpakete mit 64MB für WordPress ausreichen, doch Anspruchsvolle Nutzer, die viele Plugins und „schwere“ Themes mit diversen Optionen nutzen, sollten mindesten 128MB wählen. Ich persönlich tendiere eher zu 256MB, was dann aber wieder eine Kostenfrage ist.

Geschwindigkeit

Wenn das Starterpaket oder eins der Pakete für Fortgeschrittene oder höheren Ansprüchen installiert ist, die ersten Beiträge live sind, und eine gewisse Leserschaft entstanden ist, sollte eigentlich alles im Lot sein – muss es aber nicht. Denn trotz des ausreichenden Webspaces beim renommierten Webhoster mit den dicken 128MB PHP Memory Limit und dem unlimited Traffic, kann es vorkommen, dass das eigene Blog lahmt-wie-Sau. Das ist dem Shared-Hosting geschuldet.

Das Shared-Hosting bedeutet, dass viele Blogger sich auf einem Server beim Anbieter tummeln. Diese bieten alle Blogs an, die unterschiedlich stark besucht werden. Werden jedoch mal alle gleichzeitig stark besucht, kommt die Performance-Kalkulation des Webhosters nicht mehr hin und jede Seite auf diesem Server lahmt, oder aber er bricht völlig zusammen. Dies passiert übrigens auch bei Hackerangriffen. Dagegen tun kann man ohne Geld wenig, denn nur so können Webhoster die günstigen Tarife anbieten und Geld verdienen.

Dreist wird es aber dann doch, wenn unbedachte Überladung auf einem Server durch zu viele Blogger – also Blogs/Websites durch den Webhoster geschieht. So wird einfach gehofft, dass die meisten Blogger wenig bis gar kein Traffic haben. Fällt der eigene Blog dann doch mal mehrere Tage aus oder läuft in Zeitlupe, wird der Support konsultiert.

Support

Nirgendswo ist der Support so wichtig für mich, wie bei einem Webhoster. Wenn man mit seiner eigenen oder Websites generell Geld verdient, ist ein kontinuierlicher Seitenzugang existenziell. Wo hingegen Ausfälle bei einem Freizeitblog über Woche vielleicht nicht einmal bemerkt wird, haben andere Anbieter einen Schaden im mehrstelligen Bereich pro Stunde. Stell dir mal vor, Amazon ist für 30min nicht erreichbar!

Ein Support, der rund um die Uhr erreichbar ist, ist daher für eine berufliche Ausrichtung eines Blogs total wichtig. Ein guter und kompetenter Support erst recht. Und hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Wer guten Support möchte, muss viel Geld zahlen oder auf andere Features verzichten. Support ist kein Nice-to-Have, sondern was – wenn es richtig gemacht wird – teuer und schwierig zu finden.

Meine persönlichen Vorlieben

Welchen Webhoster für WordPress zu empfehlen ist hängt wie gesagt vom Vorhaben ab. Ich persönlich empfehle dabei folgende Anbieter aus verschiedenen Gründen (unsortiert)

WebGo24 – Ein Paradebeispiel für guten Support trotz günstiger Preise und allen Extras. Leider litt die Erreichbarkeit um den letzten Jahreswechsel extrem. Dies ist nun schon länger her, von daher wieder eines meiner Favouriten.

One.com – Mit einem super Angebot ganz einfach zufrieden, zumal auch noch nie Probleme gehabt – allerdings auch noch kein Langzeittest bei Vollauslastung durchgeführt.

Strato – Für spontane Projekte und kleinen Seiten nehme ich immer noch die Angebote von Strato, wenn auch das Updatehandling und andere Einstellungen für mich eher nicht so gut gelöst sind.

United-Domains – Da ich schon langer Domain-Kunde bei United-Domains bin und hinsicht Domainumzug sehr bequem bin, habe ich dort auch Webspace gebucht – wofür der Dienst eigentlich nicht ausgelegt ist, was man allerdings und spürt.

 

Fazit

Meine Empfehlung für Blogger-Anfänger: Holt euch eines dieser Startersets, die von den Kosten her gering sind, von den Features aber genau das noch Anbieten was man sucht. Fortgeschrittene können mit so einem Starterset anfangen und konzentrieren sich bei der Auswahl auf günstige zu buchbare Optionen wie Domains, Webspace, usw. – je nach späterem Bedarf. Fortgeschrittene sollten auf weit mehr achten (wie im Artikel nachzulesen ist) und lieber etwas mehr Geld ausgeben, damit man nicht zweimal zahlt. Ebenfalls ein guter Tipp: Hört euch im Freundeskreis um wer in den letzten Monaten mit seinem Paket zufrieden war. Hierbei kann man auch einschlägige Foren aufsuchen.

Es wird immer zufriedene und unzufriedene Kunden von Webhostern geben (s. dazu auch Shared-Hosting, weiter oben)

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