NEUE REGEL 2018! YouTube schaltet erst ab 1000 Abonnenten und 4000 Stunden Wiedergabezeit im Jahr Werbung in deinen Videos

1000 Abonnenten – Bam! WTF? YouTube hat vor einigen Stunden damit angefangen, seinen YouTubern per Mail über eine Neuerung in 2018 zu informieren. Die Mails mit dem Absender YouTube Creators no-reply@youtube.com wird anscheinend Stück für Stück ausgerollt, also hast du sie eventuell noch nicht erhalten.

1000-AbonnentenIn dieser Email geht es um die Änderung im YouTube Partner Programm (YPP), die als Schutz für alle „echten“ YouTuber angepriesen wird. Mit „echten“ YouTubern meinte YouTube diejenigen Kreativen Videoersteller, die den YouTube-Besuchern interessanten und hochwertigen Inhalt bieten, der sich lohnt mit Werbung bestückt zu werden. Mit anderen Worten sagt YouTube: Wer Müll produziert (um nicht das Wort Spam zu verwenden), ist nicht mehr würdig Werbeeinnahmen zu kreieren.

Um Geld bei YouTube zu verdienen brauchst du im Jahr 2018

  1. 1000+ Abonnenten
  2. 4000+ Stunden Betrachtungsstunden in den letzten 12 Monaten

Hast du unter 1000 Subscriber (Abonnenten), fliegst du aus dem Partnerprogramm von YouTube. Hast du im Jahr weniger als 4000 Stunden Watchtime (Wiedergabezeit), fliegst du raus! Wer in den letzten 12 Monaten diese Richtlinien bereits erfüllt hat, der erhält wohlmöglich überhaupt keine Email (bitte melden, falls dies doch der Fall ist).

Was passiert, wenn ich 1000 Abonnenten habe?

Wenn man die 1000 Abonnenten-Grenze erreicht hat, müssen noch die Wiedergabezeiten stimmen. Deine Zuschauer müssen daher über 4000 Stunden im Jahr deine Videos schauen. Damit will Google verhindern, dass man die 1000 Abonnenten-Hürde mit Subscriber-Käufen aus Indien etc. umgeht. Beide Anforderungen, die der Abonnenten und der Wiedergabezeiten ist schon schwieriger einzukaufen – zu manipulieren.

Hat man im Laufe des Jahres dann beide Anforderungen erfüllt, stellt YouTube dein Konto wieder automatisch um, so dass du wieder Einnahmen durch Werbung generieren kannst. Ebenso fliegst du aber auch wieder raus, erreichst du die Anforderungen anschließend nicht mehr.

Wenn deine Einnahmen bei YouTube in letzter Zeit reduziert sind

Für die meisten Werbetreibenden nicht geeignet

YouTube Creators Email auf Deutsch

Wir möchten dich heute über Änderungen am YouTube-Partnerprogramm (YPP) informieren. Unser Ziel ist, dass das YPP von möglichst vielen Kanälen genutzt werden kann. Gleichzeitig müssen wir für mehr Sicherheit sorgen, um den Umsatz der YouTuber auf unserer Plattform zu schützen.

Da dein YouTube-Kanal die neuen Mindestanforderungen von 4.000 Stunden Wiedergabezeit in den vergangenen 12 Monaten und 1.000 Abonnenten nicht erreicht hat, ist er aufgrund der neuen

YouTube Creators Kanal

YouTube Creators Kanal

Voraussetzungen leider nicht mehr für die Monetarisierung zugelassen. Daher kündigen wir dir hiermit innerhalb der 30-Tage-Frist zum 20. Februar 2018, sollten die neuen Mindestanforderungen nicht bis zu diesem Zeitpunkt erfüllt werden. Dein Kanal wird dann den Zugriff auf alle Monetarisierungstools und -funktionen, die mit dem YouTube-Partnerprogramm verbunden sind, verlieren. Solltest du hingegen bis zum 20. Februar 2018 die Mindestanforderungen erreicht haben, ist unsere Kündigung wirkungslos und gilt das YouTube-Partnerprogramm wie bisher weiter.

YouTube legt großen Wert darauf, dass es jedem Nutzer möglich ist, mit einem erfolgreichen Kanal Geld zu verdienen. YouTuber, die die neuen Mindestanforderungen noch nicht erfüllen, können daher weiterhin die Creator Academy, die YouTube-Hilfe und alle Ressourcen der Seite für YouTuber nutzen, um ihre Kanäle erfolgreicher zu gestalten.

Änderungen am YouTube-Partnerprogramm

YouTube Creators Email auf Englisch

Today we are announcing changes to the YouTube Partner Program (YPP). While our goal remains to keep the YPP open to as many channels as possible, we recognize we need more safeguards in place to protect creator revenue across the YouTube ecosystem.

What’s Changing

Under the new eligibility requirements announced today, your YouTube channel is no longer eligible for monetization because it doesn’t meet the new threshold of 4,000 hours of watchtime within the past 12 months and 1,000 subscribers. As a result, your channel will lose access to all monetization tools and features associated with the YouTube Partner Program on February 20, 2018 unless you surpass this threshold in the next 30 days. Accordingly, this email serves as 30 days notice that your YouTube Partner Program terms are terminated.

One of YouTube’s core values is to provide anyone the opportunity to earn money from a thriving channel. Creators who haven’t yet reached this new threshold can continue to benefit from our Creator Academy, our Help Center, and all the resources on the Creator Site to grow their channels. Once your channel reaches the new threshold, it will be reviewed to make sure it adheres to our policies and guidelines, and if so, monetization will be re-enabled.

Fazit

Eigentlich muss man sich darüber nicht wundern. Ganz im Gegenteil, man will ja selbst weniger „Müll“ auf YouTube sehen, und diese neuen Anforderungen schrecken eventuell einige Spammer ab, da sich der Aufwand nicht lohnt. Auf der anderen Seite könnte jetzt der Spamupload erst richtig los gehen, damit einige YouTuber mit nur vereinzelt guten Videos, die vorher Geld brachten, wieder an ihr Geld kommen. Denn ohne die 1000 Abonnenten helfen die 10000 Wiedergabestunden im Jahr auch nicht. Es müssen also schnell Abonnenten her – das war allerdings schon immer ein Problem von Spammern und aber auch von Neulingen.

Was hältst du von der neuen Regelung von YouTube mit den 1000 Subscriber und den 4000 Watchtime -Anforderungen?

 

Update 12.06.2018

YouTube Kanal wieder für Werbeeinnahmen freischalten funktioniert manuell durch eine initiierte Prüfung. Dazu Gehst du in deinen YouTube Kanal, klickst auf YouTube Studio -> Kanal -> Monetarisierung und wählst ganz unten, dass dein Kanal überprüft werden soll. Vorausgesetzt sind natürlich die erreicht Ziele, wie weiter oben hier im Artikel beschrieben.

Wie man im unteren Screenshot sehen kann, hat dieser YouTube Kanal längst die Anforderungen erfüllt. Für den Check braucht YouTube aber mehr als 3 Tage, nämlich mindesten 3-4 Wochen. Da hat sich wohl einer keine Gedanken über den Ansturm gemacht. Bleib am Ball und abonniere dir diesen Artikel, dann bekommst du neue Infos zu weiteren Verlauf der Monetarisierung „deines YouTube Kanals“ mit.

Youtube Kanal für Werbeeinahmen freischalten.png

Youtube Kanal für Werbeeinahmen freischalten

5 Antworten

  1. C. v. R. sagt:

    Nichts. Firmen sollen in Deutschland Gleichbehandlungsgrundsätze einhalten. Aber YouTube kann bei solchen StartUp – relevanten Fragen Willkür walten lassen… Es gilt hier ausschließlich die Frage nach dem Prinzip zu stellen.

  2. Vanderelbe sagt:

    Ich kann deinen Unmut verstehen und bin ja auch auf deiner Seite, doch ich bin mir nicht sicher, ob der „Gleichbehandlungsgrundsatz“ hier richtig platziert ist. Es sind ja quasi unterschiedliche Leistungen und zudem besteht kein festes Arbeitsverhältnis. YouTube Einnahmen sind auch optional und kein muss. Ich befürchte, YouTube bewegt sich da im rechtlichen Rahmen.

    • Stephan M. sagt:

      Ich bin betroffen und empfinde diese Entscheidung entwürdigend gegenüber all denen, die YouTube zu dem gemacht haben, was es heute ist. Wiedergabezeit und Abonnentenanzahl ist sicher kein Garant für Qualität,, als Beispiel könnte ich die albernen YouTube-Teenies und selbst ernannten Lebensberater anführen. Auch ist bekannt, wie viel Geld manch schlechte Filme und Musik in die Kassen spülen, wenn sie kritisch genug sind, dass man darüber berichtet.

      Mein Kanal beispielsweise hat einige wenige Videos zu bestimmten Produkten unterschiedlichster Gattung. Ich richte mich nicht an Zielgruppen, sondern bringe zum Thema Technik einige Beiträge und präsentiere Produkte. Für mich ist YouTube eine Ergänzung zu meiner Webseite und einem Podcast, der durch eine Community finanziert wird. YouTube brachte mir nicht viel, allerdings beliefen sich die Google-Einnahmen pro Jahr auf rund 75 Eur.

      Nach dem Wegfall muss ich mir ernsthaft die Frage stellen, ob ich meine Videos nicht dann lieber auf meiner eigenen Seite hoste und in meine Webseite als eigenen Content integriere. Mit entsprechend SEO kann ich dann die Suchenden zu mir locken und generiere Werbung über die Webseite. Ich weiß noch nicht, wie ich mich entscheide, aber alle Kreativen in die Rangordnung von zweifelhaften Influencern zu stecken, entlarvt Google als kapitalistisches und wenig gutes Unternehmen, der Slogan „Don’t be evil“ ist damit Geschichte.

      Warum will ich kein Influencer sein? Weil ich ehrlich bleibe und selbst entscheide, ob mir ein Produkt gefällt, so dass ich mir die Mühe mache, es präsentieren zu wollen. Ich stehe nicht auf kurzfristigen Reichtum und mache mich auch nicht zum Affen und heuchele für Geld vor, irgendetwas geil zu finden. Wenn YouTube das unter Qualität versteht und offenbar Angst vor Instagram hat, die ihnen durch ebensolche zweifelhafte Marketingstrategien offenbar immens viel Werbeeinnahmen abziehen, ist das nicht mein Problem.

      Fazit: Google ist evil.

      • Vanderelbe sagt:

        Hallo Stephan,
        ich danke dir für deinen ausführlichen Kommentar.
        Mir ist da gleich eine Idee in den Sinn gekommen, der vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist, aber immerhin… Schreib uns doch hier mal dein YouTube Kanal Link rein, dann kriegst du auf jeden Fall schon mal einen neuen Abonnenten ;)
        Ich bin bisher zwar noch nicht so produktiv auf YouTube mit vanderelbe.de aktiv gewesen, doch mein Video zu Dropbox hat aus dem Jahr 2014 immerhin bisher über 43500 Aufrufe https://www.youtube.com/watch?v=L1NYmrhQV9w
        Gerne kann man mich auch abonnieren, was dazu führt dass ich euch abonniere!

  3. Heiko sagt:

    Von 3-4 Wochen bis zur Freischaltung kann keine Rede sein. Ich wurde auch von der neuen Regelung überascht. Glücklicherweise war ich knapp vor der 1.000 Abonnenten-Grenze. Die Freischaltung kam vor ca. einer Woche, nachdem ich Mitte März die Grenze überschritten hatte (4000 Stunden waren auch erreicht). Also waren es über drei Monate. Ich denke mal, daß es so lange gedauert hat, weil diese Überprüfung auf einmal für Millionen von Accounts anstand und sie nicht hinterherkamen.
    Nun sollte es schneller gehen. Wie sind die aktuellen Erfahrungen?

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