Auf diese Monitorkauf Kriterien solltest du achten!

Wer einen Monitor für schmales Geld sucht, jedoch nicht den letzten Scheiß angedreht bekommen will, der sollte auf folgende Monitorkauf Kriterien achten!

Monitorkauf-Kriterien

Monitorkauf-Kriterien

 

16:9 oder 16:10 Monitore sind mittlerweile der Standard. Das 4:3 Format findet sich nur noch in gewöhnlichen Bürojobs wieder, wo es eher um Kostenersparnis geht. Dort werden auch weiterhin 17“ Monitore eingesetzt.

Wer sich einen neuen Monitor um die 24“ und einer Auflösung von 1920×1200 Pixel sucht, wird in einschlägigen Online- und Offlineshops nette Angebote finden, doch der Teufel steckt wie immer im Detail. Um dir bei deiner Suche nach dem richtigen Monitor fürs passende Geld behilflich zu sein, nenne ich dir erst einmal die Kriterien, die dich interessieren sollten.

Folgende Angaben solltest du beim Monitor suchen:

  • Panel (gängig sind TN, PS, MVA und IPS)
  • Bildwiederholfrequenz
  • Bildverhältnis (gebräuchlich sind 16:9, 16:10 oder 4:3)
  • Auflösung (bei 24“ z.B. 1920×1200 oder 1920×1080)
  • Reaktionszeit (Farbwechselzeiten der einzelnen Pixel z.B. 6ms)
  • Helligkeit (z.B. 300 candela)
  • Kontrast (z.B. 15000:1)
  • Ergonomie (drehbar und schwenkbar)
  • Blickwinkelabhängigkeit (65° Grad beide Richtungen)
  • Schnittstellen

Welches Panel?

Die Panels sind Monitoroberflächen und die Technik dahinter, die die einzelnen Pixel ansteuern. Ohne weiter in die Tiefe zu gehen ist es wichtig zu wissen, dass ->

TN-Panels günstig sind und einen schlechten Blickwinkelabhängigkeit besitzen. Günstig ist gut, doch die Blickwinkelabhängigkeit ist doof, wenn mehre Leute auf den Bildschirm blicken wollen – dann kann es nämlich sein, dass derjenige in der Mitte alles gut sieht, die beiden Freunde auf der linken und rechten Seite aber ein zu dunkles Bild sehen. Die Vorteile eines TN-Panels ist jedoch nicht nur der günstige Preis, sondern auch die Reaktionzeiten. Das bedeutet, die einzelnen Pixelfarbübergänge passieren sehr schnell und es entsteht kein Verwischen – das Bild bleibt sauber. Ideal also für Gamer fürs Daddeln von Aktionspielen und Filmeliebhaber mit rasanten Aktion Szenen und auch Fußball.

IPS-Panels sind preislich etwas gehobener als die TN-Panels, bieten dafür bessere Farbwiedergabe bei etwas schlechteren Reaktionszeiten. Wer mehr mit Bildern als mit Spiele zu tun hat und mehr Filmauswahl als die Bourne Identity und Mission Impossible sehen will, sollte eher zum IPS Panel greifen. PLS-Panels sind einfach nur die Samsung Nachfolger der IPS-Panels. Neu ist bekanntlich immer besser – hier muss man Preis-Leistung abwägen.

MVA-Panels sind hingegen für Profi Pixelschubser gedacht. Das bessere Kontrastverhältnis, die Farbechtheit und das scharfe Bild der MVA-Panels lassen nur in der Reaktionszeit zu wünschen übrig, doch das ist als Grafiker und Co eh egal, da selten bis gar keine Spiele genutzt werden. Diese Monitore kosten natürlich auch ein ganzes Stück mehr. PVA-Panels sind die Samsung Nachfolger der MVA-Panels – auch hier gilt: abwägen ob der ggf. Aufpreis gerechtfertigt ist.

Die Bildwiederholfrequenz

Die Bildwiederholfrequenz, also die Hertzzahl dient zur Angabe der angezeigten Bilder in einer Sekunde. Der Standardwert liegt hier so bei 60 Hz. 60 Bilder in einer Sekunde dient für saubere Abläufe. Höhere Hertzzahl, ist wie beim TV, besser. Ein Monitor mit 120 Hz ist demnach besser, doch auch das nur wenn das Spiel auch so hohe Hertzzahl anbietet. Ansonsten ist es überflüssig und es reichen 60 Hz. Die Angaben von 60 Hz werden bei Spielen in FPS (Frames per Second = Einzelbilder pro Sekunde) angegeben. Hat euer Spiel eine Angabe von 60 FPS, so reicht ein Monitor mit 60 Hz. Trotz der angenehmeren Übergänge von 120 Hz Monitore (oder mehr), sind die Kosten meist nicht im Verhältnis zu stellen. Da diese Dinger auch überwiegend mit TN-Panels kommen, sind sie eigentlich nur für Profi-Gamer mit zu viel Geld gedacht.di

Bildverhältnis und Auflösung

Als typischen Anwender habe ich jetzt schon öfter den Gamer genannt. Diese Zielgruppe fährt gewöhnlich auf 24“ (1920×1080 Pixel) Widescreen Monitore mit schnellen Reaktionszeiten von etwa 4 ms ab. Büroanwender hingegen würden je nach Schreibtischgröße auch 17-22“ Bildschirme im 4:3 Format reichen. Dafür sind sie jedoch vertikal und horizontal verstellbar. Im Büro sind Tabellen an der Tagesordnung, dafür sind die Widescreen Monitore gut geeignet. Sitzt ein Mitarbeiter an einer eher schmalen Tabelle, dafür aber an endlosen Einträgen – so sind die Pivot-Funktionen (Hochkant) der Monitore ideal. Somit hat man nicht mehr 16:9, sondern 9:16. Bei der Auflösung und dem Bildverhältnis kommt es also wie immer auf die Nutzung des Anwenders an.

Reaktionszeiten

Wer diesen Artikel aufmerksam gelesen hat, weiß schon, dass schnelle Reaktionszeiten wichtig für den Farbübergang bei den Pixeln wichtig ist, was wiederum interessant für Gamer und Filminteressierte ist. Was früher noch ein Geheimnis beim Monitorkauf war, steht heute auf jedem Verkaufsschild. Gamer konzentrieren sich auf Bildschirme mit 1 – 2 ms Reaktionszeit. Filme können auch bis 5 ms noch astrein genossen werden. Die restlichen Anwender konzentrieren sich für die Büroarbeiten und Grafikarbeiten lieber auf andere Fakten.

Helligkeit und Kontrast

Diese beiden Parameter korrelieren quasi miteinander, da eine hohe Helligkeit auch hohen Kontrast voraussetzt, ansonsten ist ein reines Schwarz nicht mehr schwarz. Mittlerweile sind aber so gut wie alle Mittelklasse Monitore auf gleichem Niveau. Im Büro muss man teilweise sogar die Helligkeit runterdrehen um keine Kopfschmerzen zu erhalten. Anspruchsvolle Nutzer achte auf eine moderne LED-Hintergrundbeleuchtung, die auch etwas kosten darf. Werden einem doch mal Helligkeitswerte geliefert, sollte sich sich um die 250-300 Candela drehen. Gute Kontrastwerte sollte höher als 350:1 haben – also 500:1 ist prima 1000:1 wäre spitze. Grafiker sollten für knackige Bilder ganz klar zu einem LED-Monitor greifen, da sie gegenüber LCD-Monitoren ein viel tieferes Schwarz erreichen und kontrastreichere Bilder mit satten Farben darstellen.

Ergonomie und Blickwinkelabhängigkeit

Die Blickwinkelabhängigkeit zeigt schon gleich an ob ein Monitor ergonomisch brauchbar ist. Ist der Bildschirmblickwinkel zu gering, also nur wirklich in der Mitte zu betrachten ohne Einbußen, so ist der Nutzer an eine Haltung gebunden und verkrampft nach einer gewissen Zeit. Der Monitor sollte zudem für längere Arbeiten in der Höhe und horizontal einstellbar sein, damit die jeweilige Körpergröße berücksichtigt wird und auf den Nutzer abgestimmt werden kann. Tabellenkünstler werden eine Pivot-Funktion lieben. Dies ermöglicht den Monitor um 90° Grad zu drehen – Tabellen sind nun in der vollen Höhe zu betrachten.

Schnittstellen

Zu guter Letzt kommen die Schnittstellen. Wer die Tage ein Monitor kauft wird sicherlich an seinem Rechner oder Laptop ein HDMI-Anschluss haben. Dieser sollte auch genutzt werden um keine qualitätseinbußen erleben zu müssen, die bei einem VGA-Anschluss vorhanden wären. DVI sollte es aber mindestens sein.

Fazit

Dies waren die wichtigsten Werte bei einem Monitorkauf, die ich bis heute zuerst bei einem Monitor Test vergleichen würde. Am Ende kommt es dann natürlich auch noch auf das vorhandene Budget an. Ein Tipp gebe ich euch noch mit: Spart euch lieber das nötige Geld für einen anständigen Monitor an. Man spart sonst an der falschen Ecken, denn ein Monitor ist für eure Augen, die ihr nur 1x im Leben habt.

2 Antworten

  1. Douglas gutschein sagt:

    Vielen Dank für Ihre Artikel. Ich beschließe, IPS-Panels zu kaufen.

  2. Heino sagt:

    Sehr hilfreicher Artikel! IPS-Panel werden zwar meist nur in teueren Monitoren verwendet, aber ich finde, dass sie das Geld auch wert sind!