Soundcore A40 Test: Meine Jabra sind weg, also musste ein günstiger Ersatz her, der nicht schlechter ist, sondern günstiger sein sollte!
Meine Jabra Elite 85t habe ich im Urlaub irgendwo liegengelassen. Einfach weg. Und wenn du schon mal “Lieblings-In-Ears” verloren hast, kennst du das: Du willst Ersatz, aber bitte nicht schlechter, und idealerweise günstiger. Genau so bin ich beim Soundcore A40 gelandet.
Lasst euch nicht täuschen, die In-Ear Kopfhörer werden immer wieder zum Aktionspreis verkauft. Hier habe ich die Soundcore A40 für unte 50€ in Weiß und in Schwarz gekauft. Dabei gibt es die auch noch in Blau, doch die waren zu meinem Kaufzeitpunkt schon vergriffen.
Was ich dir direkt sagen kann: Die A40 fühlen sich bei uns zu Hause nicht wie “Budget-Notlösung” an, sondern wie ein Set In-Ears, das im Alltag richtig Spaß macht. Ich habe sie in schwarz, meine Frau in weiß, und meine große Tochter nutzt sie zum lautlosen Lernen.
Was die Soundcore A40 laut Hersteller können und was davon für mich relevant ist
Laut Soundcore – eine Marke der Anker Technology -, stehen bei den A40 ganz vorne: die 10 Stunden Laufzeit pro Ladung und 50 Stunden mit Case, außerdem Fast Charging (10 Minuten laden für 4 Stunden hören), Adaptive ANC, 6 Mikrofone mit KI für Telefonie, Multipoint, IPX4 und Touch-Steuerung. Das findest du auch so direkt in den Spezifikationen auf deren Website.
Dieses Paket ist exakt der Grund, warum viele Tests die Dinger als extrem guter Preis-Leistungs-Kauf einordnen. Die Akkulaufzeit wird z.B. bei mehreren Onlineplattformen als “erstklassig” gelobt und das Gesamturteil spiegelt sich in der Schulnote 2, also “gut” wider.
Sitz im Ohr und Abdichtung: der Punkt, der bei uns alles entscheidet
Gefühlt sitzen die A40 bei mir und bei meiner Frau mit den Standard-Noppis stabiler und “dichter” als die alten Jabra 85t. Dadurch passiert automatisch etwas, das du sofort merkst: Du brauchst weniger Lautstärke und das Noise Cancelling wirkt stärker, weil schon passiv weniger reinkommt. Genau diese Kombination aus passiver Abschirmung und wirksamem ANC wird auch in anderen Reviews positiv hervorgehoben.
Jetzt kann man noch feinjustieren, indem man eins der vielen Noppis in der passenden Größe wählt. Einmal die richtige Größte gewählt, ist alles dicht, und man denkt, der Partner hat den Ton am TV ausgeschaltet. Diese Dichtigkeit kann man übrigens auch noch einmal in der App nachmessen – top!
Für meine Tochter ist das übrigens der Hauptnutzen: rein, ANC an, Lernen. Keine große Show, einfach Ruhe.
ANC im Alltag: richtig gut, wenn du genau das willst
Die A40 machen Noise Cancelling für ihre Preisklasse wirklich stark. Besonders bei gleichmäßigen Geräuschen wie Bahnrollen, Lüfter, Straßenrauschen wirken sie spürbar. Wired beschreibt es ähnlich – Das ANC packt vor allem tiefere Frequenzen gut, bei höheren, unregelmäßigen Geräuschen ist die Wirkung naturgemäß begrenzter.
Und ja, online findest du auch Leute, die damit nicht warm werden, weil sie von ANC erwarten, dass wirklich alles weg ist. Gerade wenn man sehr empfindlich ist oder bestimmte Störgeräusche hat, kann die Wahrnehmung kippen.
Für meinen Alltag ist das Ergebnis allerdings klar: Pendeln, Fokus, Büro, Haushalt, Lernen funktionieren mit den A40 sehr gut.
Akku: Herstellerwerte, Testwerte, mein Gefühl
Laut Soundcore sind es 10H/50H und 10 Minuten Laden gleich 4 Stunden Nutzung.
In Tests liegen die Praxiswerte je nach Nutzung darunter. Kopfhörerspezialisten kommen bei maximalem Noise Cancelling und höherer Lautstärke auf 6 Stunden 45 Minuten, im Grundmodus auf gute 9 Stunden.
Eine Computermagazin nennt im Test mit aktivierter Geräuschunterdrückung knapp über acht Stunden.
Testberichte.de schreibt von 10 Stunden Spieldauer ohne ANC als hervorragenden Wert.
Gefühlt ist das bei mir einfach so: Ich lade die Dinger selten “aus Panik”, sondern eher aus Routine. Und dieses Gefühl, dass du ständig auf den Akkustand gucken musst, hatte ich bei den A40 bisher nicht.
Klang: angenehm, unaufgeregt, und per App gut hinzubiegen
Beim Klang trifft man sich laut dem Tenor bei – „ist angenehm“, allerdings auch mit Luft nach oben.
Testberichte.de ist beim Klang sogar eher kritisch und nennt ihn nur mittelmäßig, mit gutem Bass laut Rezensionen, aber weniger Kraft und Präzision insgesamt.
Wired beschreibt die A40 als standardmäßig leicht hell abgestimmt, aber gut anpassbar per App und EQ.
Mein Eindruck passt dazu: Out of the box klingen die A40 okay bis gut. Wenn du dir aber einmal in der App ein Profil baust, sind sie deutlich runder. Und das ist genau mein Ding: einmal einstellen, dann Ruhe haben.
LDAC und App: wichtig zu wissen, sonst wunderst du dich
Der LDAC Hi-RES Audio Wireless Modus (Klang mit dreifacher Präzision) überträgt dreimal mehr Details als Standard-Bluetooth-Codecs. Aber Achtung!: LDAC-Modus ist nur mit Android-Geräten (Android 8.0 oder höher) kompatibel und muss erst einmal aktiviert werden. Aktiviert kann es laut Soundcore auch mal zu Verbindungsproblemen führen und einen höheren Energieverbrauch mit sich bringen. Außerdem ist kein Multipoint-Bluetooth dann möglich.
Heißt übersetzt: Wenn du “einfach nur koppeln und los” willst, läuft es auch ohne LDAC. Wenn du aber bewusst an die gehobene Audioqualität ran willst, kommst du an der App nicht vorbei. Die Erstaktivierung erfordert zudem noch ein Update. Du kannst zwischen den Modis hin und her switchen.
Qi, USB-C und Alltag
Das Case kann kabellos laden und natürlich auch per USB-C. RTINGS bestätigt Qi-Wireless-Charging ebenfalls. Es funktioniert bei mir zu Hause mit dem UGREEN Zapix 2-1 und dem Qi2-Standard, für nicht einmal 20€! An die Schräge hänge ich mein Pixel 10 Pro, und unten lege ich mein Soundcore A40 Case rauf.

Das ist so ein Komfort-Ding, das man nicht unterschätzen sollte. Zu Hause legst du das Case einfach da rauf, fertig.
Der eine Nervpunkt: Touch statt “Klick”
Jetzt der Teil, der bei mir so ein Knackpunkt ist. Die A40 Earbuds nutzen Touch Control, das hört sich erst einmal cool an. Aber genau das ist bei mir der größte Minuspunkt. Ich hätte lieber eine haptische Steuerung direkt am In-Ear, so wie bei vielen Modellen – auch meine Jabras hatten das. Touch ist manchmal zu empfindlich, und beim Nachjustieren im Ohr toucht man schneller aus Versehen etwas an.
Ist das ein Dealbreaker? Bei mir nicht. Eher ein “ich muss mich dran gewöhnen” Thema. Aber es ist der einzige Punkt, bei dem ich im Alltag regelmäßig denke: Mit einem Klick wäre es schöner. Immerhin lassen sich per App die Touch-Steuerungen individuell verändern.
Vergleich: Soundcore A40 gegen meine alten Jabra 85t, so wie es sich anfühlt
| Soundcore A40 | Jabra Elite 85t (mein früherer Eindruck) | |
|---|---|---|
| Abdichtung im Alltag | Gefühlt dichter, sitzt bei uns stabil | Gut, aber bei uns weniger “zu” |
| ANC Wirkung | Für die Preisklasse stark, besonders bei konstantem Lärm | Damals top, aber andere Bauweise, anderes Gefühl |
| Bedienung | Touch, ich finde es okay, aber nicht ideal | Physische Buttons werden oft als Vorteil gesehen |
| Akku | Hersteller: 10H/50H, Praxis je nach Nutzung niedriger | Wired nennt 5,5h mit ANC on |
| Preisgefühl | Für das, was sie bieten, sehr stark | Damals klar Premiumpreis |
Besonderheiten der Soundcore A40
Unterm Strich sind die A40 bei uns so stark, weil sie mehrere “Alltagsprobleme” auf einmal lösen. Die adaptive Geräuschunterdrückung nimmt dir draußen und unterwegs richtig viel Lärm weg, und laut Hersteller sollen Störgeräusche dabei um bis zu 98 % reduziert werden. Dazu kommt die heftige Laufzeit: bis zu 50 Stunden mit Case sind laut Soundcore drin, und das merkt man einfach daran, dass man viel seltener ans Laden erinnert wird.
Klanglich sind sie nicht auf Show getrimmt, sondern eher angenehm und rund – und wenn du HearID nutzt, wird das Ganze nochmal deutlich stimmiger, weil das Profil auf dein Gehör angepasst wird. Dazu sind sie angenehm leicht, sitzen bei vielen Ohren sehr stabil, und fürs Telefonieren sind gleich mehrere Mikrofone plus KI-Aufbereitung verbaut, damit deine Stimme verständlich bleibt, auch wenn um dich herum was los ist.
Ich würde sie wieder kaufen, weil sie bei uns im Alltag einfach funktionieren und für den Preis ungewöhnlich komplett sind. Touch ist nicht mein Liebling, aber unterm Strich sind die A40 bei mir der bessere Ersatz für die verlorenen 85t.
Wie kopple ich die Kopfhörer zum ersten Mal?
Beim ersten Auspacken ist der Vorgang automatisiert:
Öffne das Ladeetui (die Kopfhörer bleiben im Etui).
Die LEDs am Etui sollten blinken oder vibrieren.
Aktiviere Bluetooth an deinem Smartphone, Laptop, etc..
Wähle „Soundcore Space A40“ aus der Liste der verfügbaren Geräte aus.
Wie erzwinge ich den Kopplungsmodus (neues Gerät)?
Wenn du ein zweites Gerät verbinden möchtest oder die Automatik nicht anspringt:
Lege beide Kopfhörer in das Ladeetui und lasse den Deckel offen.
Halte die runde Taste am Ladeetui (auf der Rückseite neben dem USB Anschluss) für ca. 3 Sekunden gedrückt.
Die drei LED-Leuchten am Etui blinken nacheinander weiß. Jetzt sind sie im Pairing-Modus.
Wie funktioniert „Multipoint“ (2 Geräte gleichzeitig)?
Die A40 unterstützen die Verbindung mit zwei Geräten (z. B. Handy und Laptop). So geht’s:
Verbinde Gerät A wie gewohnt.
Öffne die Soundcore App.
Gehe in die Einstellungen (Zahnrad) -> Dual-Verbindung.
Aktiviere die Funktion. Die Kopfhörer starten ggf. neu und du kannst nun Gerät B suchen und koppeln.
